Von der Soforthilfe zur Nachhaltigkeit

Am 12. Januar 2010 hat ein schweres Erdbeben Haiti erschüttert und 220.000 Menschen das Leben gekostet. Die Schäden an Häusern und Straßen haben die Infrastruktur komplett zerstört, Krankenhäuser und andere medizinische Einrichtungen eingeschlossen. Schwere Verletzungen an Armen und Beinen haben zu Amputationen gezwungen, deren Zahl noch heute nicht genau zu bestimmen ist. Fest steht, dass sie in die Tausende geht und dass viele Kinder davon betroffen sind. Ihnen zu einer medizinischen Versorgung zu verhelfen, ist das Ziel der Aktion „Kinder in Not - Hilfe für Haiti”.

Soforthilfe ist erst der Anfang
Um einen nachhaltigen Effekt zu erzielen, reichen Soforthilfen in Einzelfällen nicht aus. Bei Kindern sollte wachstumsbedingt mindestens alle 6 Monate eine Überprüfung der Prothese oder Orthese erfolgen, mit dem Ziel die erforderliche Funktionalität und eine gute Passform sicherzustellen. Nötigenfalls ist eine Teilerneuerung oder eine Neuanfertigung des Hilfsmittels in Betracht zu ziehen. Durch das Erdbeben wurde die bis dahin einzige Orthopädie-Werkstatt die es in Haiti gab zerstört und ist nicht mehr nutzbar. Eine einzige würde ohnehin nicht mehr ausreichen. Internationale Hilfe hat dazu beigetragen, dass in der Zwischenzeit Versorgungscamps eingerichtet worden sind. Die langen Patienten-Wartelisten in den jeweiligen Orten stellen den riesigen Bedarf an Fachkräften dar, welche die Versorgungen der betroffenen Menschen durchführen müssen.

Schwierigste Voraussetzungen
Mit Beginn der Regenzeit im April und durch die Hurrikan-Saison haben sich die Lebensumstände zusätzlich erschwert. Um so wichtiger bleibt es, den schwer getroffenen Menschen in Haiti zu zeigen, dass die Helfer trotz aller Hindernisse und vieler noch ungelöster logistischer Herausforderungen ihre Hilfe fortsetzen. Schnelle Erfolge sind nicht möglich. Für den Neuaufbau dieses Landes brauchen die Menschen und ihre Helfer Mut, einen langen Atem und weiterhin Unterstützung aus dem Ausland.

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